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Auf dieser Seite werden alle Pressemitteilungen der Stadt Dreieich veröffentlicht, die von der Stadt an die Medien weitergegeben werden, um Bürgerinnen und Bürger umfassend über kommunale Entwicklungen, Planungen und Entscheidungen von öffentlichem Interesse und öffentlicher Bedeutung zu informieren. Alle Pressemitteilungen, die seit 2017 veröffentlicht wurden, können hier nach Zeitraum, Stichworten und Rubriken recherchiert werden.
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Projektbeginn: Teilrekonstruktion der Dreieicher Ringlandwehr

Der Landwehrgraben wird mit einem Spezialbagger gereinigt und vertieft. Im Vordergrund zu sehen ist Dagmar Kroemer, eine Mitarbeiterin der Unteren Denkmalschutzbehörde.© Freunde Sprendlingens
Dreieich, 13. Oktober 2021. Die Dreieicher Ringlandwehr ist eine mittelalterliche Verteidigungsanlage in der Landschaft Dreieich, die aus Gräben, Wällen und undurchdringlichen Hecken bestand. Sie konnte nur an wenigen Durchgängen passiert werden, den sogenannten Schlägen. An einigen Stellen ist die Landwehr noch heute deutlich im Gelände zu erkennen, so am Buch-Schlag, dort wo die Hainer Trift von der Lettkaut kommend in den Buchschlager Wald führt.

Schon lange bestanden Pläne der Regionalpark RheinMain Südwest gGmbH und der Stadt Dreieich, dort ein Teilstück der Landwehr zu rekonstruieren. Der Heimatverein „Freunde Sprendlingens“ war an der Realisierung dieses Vorhabens besonders interessiert, weil damit ein sichtbares Zeugnis der Lokalhistorie wieder in das Bewusstsein der Bevölkerung gebracht werden kann, zumal die historische Grenze zwischen Ysenburg und Hessen-Darmstadt dort parallel zu der Landwehr verläuft. 2017 wurden von der Unteren Denkmalschutzbehörde zwei Grabungsschnitte angelegt, um Informationen über das ehemalige Profil des Landwehrgrabens zu erhalten.

Aus den verschiedensten Gründen wurde der Projektbeginn aber immer wieder verschoben. Die Freunde Sprendlingens erklärten sich schließlich dazu bereit, die Arbeiten an der Landwehr zu organisieren. Dabei sollte der Graben auf 300 Metern von der Humusschicht befreit und etwas vertieft werden. An der Hainer Trift ist geplant, auf beiden Seiten des Grabens eine Hecke von 70 Metern Länge zu pflanzen, um das historische Aussehen der Landwehr zu demonstrieren. Weiterhin wollen die Freunde Sprendlingens den Buch-Schlag rekonstruieren und dort Informationstafeln aufstellen.

Nach dem Vorliegen aller Genehmigungen und formalen Verträge wurde zunächst untersucht, ob der Graben durch Schadstoffe kontaminiert war. Anschließend beseitigte ein Gartenbauunternehmen den Bewuchs an und im Graben. Dies war Voraussetzung für den Einsatz des Kampfmittelsuchdienstes, denn der Buchschlager Wald war Bombenabwurfgebiet, wie die vielen Bombenkrater dort beweisen. Am vergangenen Donnerstag war es dann soweit: Mit einem Spezialbagger wurde der Graben gereinigt und vertieft. Allerdings konnten die Arbeiten nicht abgeschlossen werden, da die Kampfmittelsucher an einigen Stellen Hinweise auf Metallteile gefunden hatten. Die Beendigung der Arbeiten ist daher erst in der übernächsten Woche möglich. Dann werden auch die vom Bagger etwas lädierten Wege wiederhergestellt.
Wilhelm Ott, der Vorsitzende der Freunde Sprendlingens, lobt die gute Zusammenarbeit nicht nur mit der Stadt Dreieich und dem Regionalpark RheinMain Südwest, sondern auch mit den beteiligten Behörden, dem HessenForst, der Unteren Naturschutzbehörde und der Unteren Denkmalschutzbehörde. Auch Bürgermeister Martin Burlon freut sich über das gelungene Zusammenspiel der verschiedenen Akteure: „Nach vielen Jahren der gemeinsamen Überlegungen ist es schön, dass es nun losgeht und alle Behörden mitziehen, wenn die „Freunde Sprendlingens“ vorangehen.“

Der Geschäftsführer der Regionalpark RheinMain Südwest gGmbH, Manfred Ockel, lobt insbesondere die aktiven Mitglieder des Heimatvereins „Freunde Sprendlingens.“ Ohne deren ehrenamtliches Engagement würde es keine Ausführung und Begleitung des Projektes geben.





Foto in der Anlage: Der Landwehrgraben wird mit einem Spezialbagger gereinigt und vertieft. Im Vordergrund zu sehen ist Dagmar Kroemer, eine Mitarbeiterin der Unteren Denkmalschutzbehörde. Bildnachweis ©Freunde Sprendlingens.

Ansprechpartnerin für die Presse

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Kommunikation & Bürgerbeteiligung
Frau Claudia Scheibel
Hauptstraße 45
63303 Dreieich
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